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Archive for the ‘Gebunden’ Category

„Ein Lichtermeer
Blitze in fauliger Kehle
Und die Angst,
Mutter.

Ein Lichtermeer
Schemen auf sonnigen Wänden
und die Hoffnung,
Mutter.

Ein Lichtermeer
Sprenkel in sterbenden Augen
und eine Ruhe,
Mutter.“

Ja,
so spricht die Hand
die niemals berührt
von einer Mutter.

 

Antwort zur Aufgabe 1

Zur Aufgabe

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Trost

Seele

die keine

verwesenden Urteile

die keine

vereisten Möglichkeiten

überschreitet

und die

dem ungehörten Gewissen

keine

rotglühende Genugtuung

bietet:

Ziehe dich

enger um

meinen hölzernen Brustkorb

und entzünde

die verdunkelten Messingleuchter

meines Denkens

bis

mich der Trost

ein ewiger Schmerz

ereilt

zur Aufgabe

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Eis (I)

Der Sog

Uralte Berührung
Klang
den ewig
gehört
der Himmel kristallisiert
im Gewebe
meines gelösten Haares

Blaue Mimik
grausam
infantiler Gesten
lässt mich
unbewegte Fingerspitzen
der Grenzfläche
zarten Intarsien gleich
dem Sog
entgegenstrecken

Wettschulden sind Ehrenschulden
gewidmet jennibennyfan

Immerhin widmet sie mir ein Bild, weil ich das Locard-Rätsel gelöst habe… Benny und Martin in Kopfkino-Szenerie, welches man hier bewundern kann!

Und eine Fortsetzung gibt es auch, nämlich hier

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Das Requiem der Nacht, da Orion zerbrach

 

Mit Stacheldraht bekränzt dein Haupt aus blut’gen Wogen.

Umwunden rankengleich die Feuersbrunst der Zeit

durch deinen neuen Sinn und blaue Möglichkeit,

zerschlägt dein leerer Blick des Zweifelns Marmorbogen.

 

Am Grund die Menge lechzt, von Kurzweil überzogen,

zum roten Odem auf, derweil sie rasend schreit,

gehüllt in blindes Glüh’n aus schwarzer Sicherheit.

Die Lippen voller Eis an Eisengittern sogen.

 

Ach, brach nicht dein Gebein? Entsprang das Gold dem Blick?

Der schwefelzarte Glanz der Mündung am Genick

zerriss nicht deinen Geist, der deiner Zeit entflogen.

 

Ich Kind aus Kerosin berührte deine Haut,

nachdem als Rausch verklang des letzten Seufzers Laut.

Ich sah in ew’ger Flut, die Engel sind verlogen.

 

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Sonnet

The more I tried the more I haven’t dreamed
of your requesting slaty devil’s eyes
The more I prayed the less was I redeemed
My heart forgive me hope and shameless lies
One year I held the hands of dusty clocks
instead of yours which no more do go round
One year I kept the key which nearly locks
my heart It’s lost and never to be found
Am I the jester striving for the crown
to love an angel fallen from the sky
Am I adrift and hoping not to drown
My heart my love is faked I can’t deny
You were too far unreachable too close
and some day I will recognize who knows

Please excuse my english, I wrote this poem in an english lesson to understand the Shakespearean sonnet, so content and language are not really sophisticated.

Bitte seht mir nach, dass dieses Sonett etwas plump wirkt. Ich habe es 2009 im Englischunterricht geschrieben, als Übung, Shakespears Sonettform zu begreifen. Inhalt war da nicht so wichtig und wirkt daher irgendwie kitschig.

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Ich starre auf vergilbte Photographien
und stütze das Kinn auf die Hände.
Schwarzweiß wächst zu schillernden Tagphantasien,
Denn Süden wächst durch die Wände.

Fast atme ich Südluft der Sehnsuchtsgebilde
und spüre das Licht auf den Armen.
Ein Wimpernschlag bricht durch die traumhaften Schilde:
Lass Splitter doch, mich zu erwarmen!

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Der Wunsch

Der Wunsch
Künstler zu werden
mit zitternden
Pinseln, Farbe
mit Graphit in den Adern
das Weiß, das ewige Weiß
die bunteste
die dunkelste
Welt im Kopf
nur im Kopf
ohne Augen
wird Farbe nicht Welt
ohne Hände
wird Welt nicht leben
Ich fühle die Welten im
Dunkel des Schädels
rieche sie höre sie
doch ich
sehe sie nicht
kann sie nicht berühren
Wunsch
Künstler zu werden
zu leben

Dieses Gedicht entstand in Anlehnung an Franz Kafkas Kurzgeschichte „Wunsch, Indianer zu werden“

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