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Posts Tagged ‘Depression’

Dort

wo du als Kind
spieltest
in den Schallplatten
suchtest nach Ewigem

wo dir das oberste Stockwerk
verboten wurde
denn die Treppenstufen
brächen unter dir

wo die Messer
geschliffen werden
und Walnüsse Jahr für Jahr
getrocknet

Hat die Welt
Mutter bezwungen.

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Unter einer

steinernen Brücke

über zwei

Köpfen

auf der gebuckelten Oberfläche

 

Lichter

ohne Ursprung

totgesagt ausgesandt

die als schwerelose

tanzende Splitter

den Reigen

um den

der voller Schwarzer Sorge

dreht

 

Lachend

ihn in die

dunklen Arme

Ophelias Liebhabers

zu locken

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Alles verengt sich zu einem weißen Flirren. Der Bildschirm pendelt zwischen den Zustand, nur aus dem zitternden schwarzen Pfeil und nur aus dem pulsierenden Balken zu bestehen. Ich fühle mich an die nächtlichen Zugfahrten erinnert, da ich müde meinen Kopf an die Scheibe lehne, und in die verschmierte Spiegelung blicke. Mein Gesicht besteht abwechselnd nur aus Augen, nur aus Nasenloch, nur aus schiefem Zahn. Ich merke nicht, wie die Temperatur aus meinen Händen weicht, da ich die Finger weit von mir gestreckt, verkrampft, auf den Tasten liegen habe, die in ihrer Textur kleinen, kantigen Grabsteinen immer ähnlicher werden.
Ich biege den Hals, bis mein Genick ein wohltuender Schmerz und lösendes Knacken durchzuckt. Ich sehe noch immer nichts, alles scheint der Widerhall stürzender Bäume zu sein. Zu meiner Rechten steht eine Tasse Früchtetee bereit, und während ich beobachte, wie sich die rote Farbe an der Schnur hinaufsaugt, schließlich am Rand verebbt und schwarz verklumpt, so wie Blut durch Verbände sickert, reiße ich mir ein Haar aus dem Scheitel und drehe es zwischen Daumen und Zeigefinger, bis sich das Gefühl verliert. Wie ein wütender Pianist schmettere ich meine Finger auf das elfenbeinfarbene Plastik. Wieder, wieder, wieder, ich spiele Chopin wie ein Holzfäller.

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Nichts. Keine Regung.
Kein Schmunzeln über den unsinnigen Ausbruch, keine Trauer über den Paroxysmus der Leere. Mein Gesicht muss eine weiße Maske sein, doch ich möchte es nicht berühren. Ich zerre an einem Haar in meinem Nacken, das sich schwer löst und mir Schmerzen bereitet. Ich starre es an, als könnte ich es in das Fleisch zurückwälzen, eine Sekunde lang, bevor ich mich dem Tee zuwende. Die Finger sind kalt, als hätte ich im winterlichen Erdreich gewühlt, und ich umklammere schließlich das Steingut, befühle vorsichtig die zarten, venengleichen Risse im Lack.
Mein Blickfeld ist nicht mehr das Epizentrum des Morgens, meine Haut nimmt schon bald wahr, dass der Inhalt der Tasse einen trüben, dunklen Bodensatz gebildet hat, während des Abkühlens. Als ich die Augen schließe und den kalten Henkel, der sich anfühlt wie blankes, steriles Metall, an die schweren Lider presse, destilliert sich ein Wort. Mein Ringfinger senkt sich, wird den Silben entgegengepresst, als verriete ich ihn an seinen Feind, und ich beginne zu schreiben.

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