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Posts Tagged ‘Frau’

Das hier ist ein Portrait meiner lieben Freundin A., das mir leider nicht so geglückt ist…  Sie musste es trotzdem als Geburtstagsgeschenk akzeptieren. Daher an dieses Stelle herzlich: Alles gute nachträglich, wann immer du diesen Post liest. Ich hab dich lieb!

Zurück zum Business: Wer A. persönlich kennt, merkt, dass ihr die Zeichnung nicht wirklich ähnlich sieht.

Außerdem bin ich generell nicht damit zufrieden, das kann aber auch daran liegen, dass ich nicht so frei an die sache herangegangen bin wie bei der Zeichnung von Matt Smith… sei’s drum.

Kritik bitte wie immer gerne zu mir.

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Ich präsentiere euch…

den wohl authentischsten Superhelden, der je auf einem Din-A4-Blatt sein Unwesen getrieben hat! Starman entstand vor einem guten halben Jahr, und ich möchte euch diese glorreiche, edle, klassische Heldenfigur, nebst sympathischem und geistreichen Sidekick im Kampf gegen den schlimmsten, duchtriebensten und mastermindigsten aller Superschurken nicht vorenthalten. Action, Romatik, erotische Männer und Frauen, bunte Farben, Bier und Pizza, spanndende Storywendungen, lila Plüsch! Und dazu in künstlerischer Perfektion!

Und nun…. (Fanfare bitte!!)

 

hier noch schnell, wegen der kleinen Auflösung, das Skript: (Starman, Bob)

 

I’m up! I’m awake! I’m fit! Aaah!

Shut up! Ok, ok, yes. Starman! Let’s go! the mayor’s wife has been kidnapped by The … Chameleon!!

Chameleon, beware! Starman will find you! Miss mayor, your saviour is coming! let’s go, Cinnamon!

My name is Bob!

So, evil villain! The fancy dress party is over! Show me your real fce! I don’t fight with rubber costumes!

Actually, this is his real face.

You mean… The Chameleon is only a chameleon? I thought he was one of those comic villains, you know, the freaks in disguise, with loads of equipment. Doesn’t matter! Fight!

 

Ich hoffe, ihr hattet ein bisschen Spaß mit meiner Comic-Persiflage! Eure Maike Amethyst

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Achtung! Dieser Text enthält obszöne Ausdrücke und Gewalt. Bitte lest ihn nur, wenn ihr euch das zutraut. Danke.

Rotkäppchen

Der Winterhimmel öffnete sich über der grauen Vorstadt, in der nur beschmierter Beton wuchs, und der Schnee wurde in den Schienen der Tram zu kalten grauen Schmutzpfützen zermatscht. In die Scheiben der Straßenbahn von innen gekratzt und auf die Rücken der Sitze gekritzelt standen Obszönitäten, die auch an die blondierte, überschminkte Jugendliche adressiert waren, die jetzt einstieg und die kleinen Tasten ihres Handys eindrückte. Zwischen die hochhackigen Schuhe stellte sie die überfüllten Alditaschen ab und verdrehte die Augen. Der nur halb geschlossene, rote Wintermantel gab freie Sicht auf viel zu dünne Kleidung.

Ein Vibrieren und Blinken in der Hand. Das Handy am Ohr. Die Zigarette im Mund und ein Gespräch.

„Cassandra?“

„Cassy, du Arsch. Weisste doch.“

„Cassy. Was machst denn grade? Wart auf dich.“

„Muss Sklave spielen, hab ich dir doch erzählt. Wird heut nix mehr. Die Olle beutet mich voll aus. Scheiße, geht die mir auf den Sack – irgendwann bring ich sie um. Geld hat se ja wie Heu, die Schlampe. Scheißarbeit.“

„Was lässt du dich auch erwischen beim Klauen, du Pissnelke.“

„Nenn mich nich Pissnelke, du Sack. Außerdem, war nich nur Klauen, war auch Prügeln.“

„Sach ich doch: Was lässt du dich erwischen. Sozialstunden, voll der Scheiß.“

„Ey, Scheiße, Wanja, halts Maul, wenn du keinen Bock hast mir zu helfen, scheiße, der Dreck kotzt mich auch an, also Fresse.“

„Is ja gut. Ich wart auf dich. Dann sehn wir weiter.“

Cassandra stand auf, hievte die Einkäufe hoch, fluchte noch einmal herzlich und stieg aus der Bahn, während sie die Leute belächelte, die dem Schaffner brav die Fahrkarten entgegenstreckten. Die Kippe drückte sie noch in der Straßenbahn aus, dann stöckelte sie zum Sozialdienst. Ein schmieriger, junger Mann mit Sonnenbrille, der Himmel war ghettograu bedeckt, zog nervös an einer Selbstgedrehten und machte eine Grimasse, die er mit ungeduldigem Stapfen auf ein und derselben Stelle unterstrich. Er riss Cassy an sich. Sie wurde ein bisschen rot, aber das bemerkte Wanja nicht unter der vielen Schminke.

„Na, Rotkäppchen? Freuste dich aufs Hinternabwischen?“

„Fresse, Wichser!“

„Ehrlich, ich kann dir helfen, lass mich mal machen. Du musst die Scheiße nicht mehr machen. Vertrau mir, der gute alte Wanja Wulff tut alles für seine Cassy.“

„Fräulein Keppler, Sie wissen, dass sie hier um zehn Uhr zu erscheinen haben. Ihre Zukunft hängt davon ab, das wissen Sie.“

Cassandra packte welken Paprika und Pflaumenmus und Sülze in Glasschüsseln und all die anderen Dinge aus den ausgeleierten Plastiktüten, auf die gelbliche Küchenablage und in die knarrende Schränke. Die Zweizimmerwohnung roch säuerlich, nach alten Leuten und den Mahlzeiten, die in dem gesamten Plattenbau tagtäglich zubereitet wurden. Die alte Frau war reich, auch wenn man das nicht an der Einrichtung in Eiche, Linoleum und DDR-Tapeten sehen konnte. Das verstimmte Klavier, das verstaubte, ein Relikt aus besseren Zeiten, aus einem größeren Haus, einem, das dazu bestimmt war, von Kindern und Enkeln besucht zu werden.

Nach jähzornigem Schweigen und wütendem Lärmen in Schubladen und Schränken die Antwort mit extra Lächeln in der Stimme.

„Ja, Frau von Rosenberg, ich weiß, ich habe nur noch eingekauft, damit sie was Frisches haben.“

Und geraucht. Und getrödelt. Und gemeckert. Und tausendmal Mordpläne geschmiedet.

„Sie sind jetzt seit ein paar Wochen für mich da, Fräulein Keppler, und Sie wissen, dass ich so etwas für eine Selbstverständlichkeit halte. Pünktlichkeit sollte auch Ihnen wichtig sein.“

„Ja.“

„Jetzt machen Sie bitte einen Kaffee. Und holen Sie die Zeitung von unten. Das hätten Sie auf dem Weg nach oben bereits erledigen können. Sie haben den Schlüssel für den Briefkasten.“

„Ja.“

Cassandra schob einen verstaubten Straßenschuh der alten Dame in den Haustürschlitz, denn einen Schlüssel zur Wohnung gab man ihr nicht. Nicht ihr. Sie ließ die Herrin in ihrem schwarzen Trauerkostümchen im Sessel am Esstisch sitzen und senkte die Augen zum bösen Blick, als sie die nach Urin stinkende Treppe hinabstapfte. Aufzug defekt. Fünfter Stock.

Schepperndes Postfach, verrostet mit „Keine Werbung“-Einheitsaufkleber, vollgestopft mit Prospekten, dann die zerrupfte Tageszeitung und Rechnungen. Das Klappern der Absätze war nun noch schneller und wütender, Ungeduld in jedem Atemzug und Schnauben zu hören. Der Geruch auf dem Weg nach oben in die Hölle veränderte sich von Etage zu Etage, und in Cassandras Nase vermischte sich Kohl mit fremdartigen Gewürzen und dem süßlichen Gestank von Gras.

Gräulich-gelbe Papierstapel wurden auf den Esszimmertisch geknallt, als das schrille, nervenzerfetzende Gekeife der Türklingel in der Wohnung schallte.

„Fragen Sie, wer es ist.“

Cassandra ging und fragte, wer es war. Sie erkannte die Stimme und grinste.

„Es ist der Hausmeister.“

„So? Hat er sich ausgesperrt? Machen Sie ihm auf.“

„Ja.“

Das Grienen wurde breiter und bösartiger. Die Stimme am anderen Ende der Gegensprechanlage hatte ihr Spaß versprochen. Und Hilfe.

Panisch klammerte Cassandra sich, in die Ecke der Küche zusammengekauert, an der vergilbten Arbeitsplatte der Schränke fest und kaute,die Augen so weit aufgerissen, dass man mehr weiß sah als bunt, an den Fingerkuppen, bis Blut kam.

„Komm nicht näher, Wanja! Du bist verrückt! Das hab ich so nicht gemeint, nich so! Nich so, nich so…“

Die Stimme flötete, und Cassandra sah noch den wahnsinnigen Ausdruck auf Wanjas Gesicht, als er der Dame den kalten Stahl an die Stirn gesetzt hatte. Na, Oma, ich hab gehört, du machst meinem Rotkäppchen das Leben schwer, hatte er gesagt. Jetzt sprach er wieder, und die Stimme klang voll Blut.

„Du wirst nicht die Bullen rufen. Ich hab getan, was du wolltest. Du wolltest se tot sehen, du bist eine Mörderin.“

„Nein, Wanja, du bist doch verrückt, das, nein, Wanja, nicht!“

„Was schreiste denn so, du störst die Nachbarn. Ich bring dir deinen Absatz wieder, ist dir abgebrochen. Gehört sich nich fürn Prinzesschen wie dich.“

Blut verklebte seine schmierige Fassade, und Cassandra begann zu schreien, wollte nicht mehr aufhören. Die linke Hand mit dem roten Absatz, baumelte locker, als sich die rechte erhob. Dunkles Stahl. Ein Blitzen. Lärm. Stille. Dann:

„Ich hab alles für dich getan, Cassy. Für dich.“

Die Polizei trat die baufällige Tür ein, und fand die alte Dame, auf dem Boden, der Raum voller Blut und verstreuter Geldscheine. Manche waren noch Markscheine. In der Küche eine junge Frau mit Loch im Schädel, mit Blut stand am Küchenschrank: Für dich. Am Küchentisch schließlich lehnte ein junger Mann, auf den jetzt alle Waffen gerichtet waren. Wanja küsste den roten Stöckelschuhabsatz und legte sich dann das Metall an die Schläfe.

„Damit ich dich besser fressen kann“, sagte er.

Dieser Text stammt von 2009 und ist eine Antwort auf eine Aufgabe im Kreativen Schreiben. Die Aufgabe findet ihr auch hier

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