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Posts Tagged ‘frei’

Die Starre

Uralte Berührung
grobe Risse
die unheilvoll
wachsend
in die Linien
meiner Haut eindringen
und jedes
Zucken sterbender Ketten
umschließt
als tanzende Messer
bis ich
nichts mehr sehe denn
als waberndes Mosaik
auf den
höhnenden Facetten
die Aurora

Fortsetzung von Eis (I)

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Glühende Drahtwimpern
brennen Löcher
in unser Antlitz,
sodass in schwarz
pulsierenden Sphären
die Empfindung
zerfressen wird.

Ich würde mich
mit dir
in eine petrolblaue
Walnuss einschließen,
damit kein
kristallener Mund
das graue Schmelzen
verursachen kann.

Du aber
wandelst
an bleiernen Spazierstöcken
aus Wasserklängen
und streifst
staubige Federn
wilder Tauben
von deiner
lackierten Seele

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Wir sind den Gelagen
in beschlagenen Wänden
treu geblieben
und haben
goldene Körper
hinter ledernen Schatten
zu Ikonen gemacht
Zerbrechende Krüge
färben den Boden
und füllen unsere Knochen
mit Scherben

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Dort, wo ich

in die zarte Haut

deines Rückens

kalte Splitter gepresst habe

sprießen jetzt

weiche Ranken

und verzerren deine Knochen

zu Sandsteinskulpturen

und dort, wo

ich in deine Sehnen

die Wurzeln weben ließ

ziehen die weißen

Finger ihr Wasser

auch aus meinem Blut

während ich an

Tausend Jahre denke

wenn über uns

der Urwald schreitet.

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Prinz, der unter Staub

und Asche der Gezeiten

in grünem Glas

gefesselt lag

 

Dessen Haar von

Mückenflügeln und Erdreich

als blitzende  Fetzen im Wind

tanzte, tanzte

 

Prinz, dessen Augäpfel

mit grauem Staube

matt, wie alte Hände

staunen

 

An deinen leeren Vasen

stehe ich, mehre

die Sehnsucht

deiner Erneuerung

 

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Dein Geist

entwirrt sich

leise

aus den

Kugelschreiberlinien

ich lüge

aus der

einen durchgängigen

Linie

 

Du bist

um mit fremden Worten

zu sprechen

todnachtgedunkelt

aus den

seismographischen Windungen

meiner Zeit

getreten

 

Ich blicke

gefärbt

aus den

blauen Überschneidungen

deiner Silhouette

entlang einer

sinnlosen Linie

reiht man uns auf

 

 

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Uns ein Flügel

Wir müssten sein

aus weißem Stein gemacht

und unsere Augen

von Staub überdeckt

 

Wir müssten sein

aus rötlichen Gedanken

und unser Mund

als Federn erhoben

 

Wir müssten sein

von Chrysanthemen bekränzt

und unsere Herzen

mit stillen Juwelen besetzt

 

Und wären dennoch nicht ewig.

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Verlust

Ich trage ein Korsett

aus abwärts gerichteten Miesmuscheln

eingerahmt

von vorwurfsvoll blickender Spitze

Ein glotzender Stein

mit Blumenbart

würgt zerknittert meinen Hals

Mein linkes Auge verlassen

gegenläufige Spiralen

unter aufgewühlter See

Aus meinem Mund donnert ein Zopf

und ein gespaltenes Haar

Mein Ohr sind zwei Schneckenhäuser

Eine zarte Kette

streift meine Kehle

daran hängt

ein schaukelnder Trichter

daraus eine Puppenhand greift

und eine Trompete

die einen Elefanten verschlingt

der auf der Trichterschnur läuft

Der Mund von Juwelen zerrissen

Tatsächlich ist er ein Auge

Lippen sind Lider

Zähne Wimpern

Schwarz Weiß

am Ende sind Iris und Pupille

die Aufsicht eines Brillanten

Aus dem Schlüsselbein-Schloss

stößt sich Licht

in die dunkle Sphäre

Und eine Rose mit ausfallenden

Blüten und Kissenfedern

wächst mir entgegen

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Meer.

meine Gedanken sind

Wale aus Quecksilber

Miesmuschelschalen formen

ihre Verschleierung

das Leben ein Tanz

hungerbäuchiger Seeschlangen

Synapsen dröhnen mit dem Druck

der Unterseebrecher

Sonnenfische verflechten

meine Sprache

Fäden aus Tiefseeöl

und Asche.

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Schmelzender Schnee

Ich blicke hinab
in fremde Wüsten
aus Amethyst
der endlos den Knochen
ein Dorn ist

Meine Augen zerbrechen
im kalten Sand
und heben sich
vom schwerelosen Regen
meines Verstandes ab

Denn sie sind
weiße Bäume
aus Kristall die
die totgesagten Finger
in die Supernova graben

Aus Zucker geblasene
Trauerbachstelzen nicken
meinem Atem zu
als er vorüberschreitet
über den Weg der Zeit

Und ich lausche dem Schnee

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