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Posts Tagged ‘Gedicht’

Stelle den Atem kurz ab

 

 

Höre nur, hör: dort pumpen unter glühender Perfektion

Die Tode Vergessener  –  welche schwarz und namenlos!

 

Feuer durch Metallorgan

Unsichtbare  Supernovae

 

Die – menschgemachter Rhythmus! – schmelzende Farben,

vor rottenden Hirnen, durch nichts gebendes Erblühen,

 

Schrittlos gehen lassen

In Exekutionspotential.

 

Hand im falschen Wind – Gewitter das brachliegt, dort

verbrennen die. In Blitzen erloschen, Lunge dunkelnd.

 

Und doch, leise – höre,

Ein Unkraut im Asphalt:

 

 

Ein

Herz

jenes

klopft

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4. April 1994

Heute,

Neunzehn Jahre zu spät,

nach dir zu schreien:

 

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Mich hat das vorangegangene Gedicht von Rimbaud  wirklich extrem berührt, daher konnt ich nicht umhin, meine Winterwunder, (mehr …)

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Auf Kafkas Pferden

Steine und Bücher
werden mit den Jahren dasselbe;
lauschend im Staub
sitzen,
der Körper verlässt das aufgetürmte Leid
wenn du gehst

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Anweisung

Fremder:

Stiehl eine Blüte
reiße sie vom lebendigen Strauch.
Zwischen hier und gegenüber
im Wörterkäfig
musst Du sie pressen.
Versprich,
dass Du sie vergisst.
Und das Buch in
fremde Hände gibst.

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Dort

wo du als Kind
spieltest
in den Schallplatten
suchtest nach Ewigem

wo dir das oberste Stockwerk
verboten wurde
denn die Treppenstufen
brächen unter dir

wo die Messer
geschliffen werden
und Walnüsse Jahr für Jahr
getrocknet

Hat die Welt
Mutter bezwungen.

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Komm und schließe dich den

Tausenden an.

Jenen, die aus bestimmten

Höhen betrachtet

zu einer Farbe vermengt.

Und lass dein Auge

über sie hinwegziehen

bis alles geglättet

wie Bilder in

sich stapelnden Zeitungen.

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Ich wickle dein Lächeln in Leinentücher

Verzerre die weißen Lettern bis zu einem

leichtgläubigen Ende der Zeit.

 

In novemberläuternden Augenblicken

trage ich die zwanzig lackierten Särge

fensterloser Atemzüge über die zitternde Erde

aller je verlorener Kindheiten.

 

Im Lichte verschobener Silben

lege ich mich, Liebster welcher nur in Gedanken,

unter dein kastanienfarbenes Leichentuch.

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Haiku XV

Grauer Morgentanz

Erster Krokus, letzter Kuss

Neun Stunden Leben

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Erodierende Kälte, mir als

farblose Dornen unbekannter Pflanzen,

verzehren regenbogengleich

hochbrennbare Pfützen

meiner Wahrnehmung

 

Bis auf das geheime

künstlich giftige Zischen

vermenschlichter Höllen:

dass die vorbeirasenden Autos

klingen wie erfrierende Säuglinge

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