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Posts Tagged ‘leben’

Mein Leben (oder wie ich es sehen möchte) mal in Bildern!

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Dass die Räume geheizt sind
merkt man nicht mehr

Sobald das
was man mehr verachtet
als alles was
je Schaden angerichtet hat
zerfällt

Starrt man aus dem Fenster
und friert

Unter dem Boden
das Schweigen
und Wegdämmern
das plötzliche Angreifen
dessen, was schon lange schleicht

Und eine stumme Zwiesprache
lässt dich Reue spüren
wie Nadeln über Haut gerissen

Man friert noch.
Aber man spürt jetzt die
zirkulierende Luft.

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Dein Körper ist ein Schattenspiel

abstrakter Metallformen,

 

unter deiner Haut drehen sich kupferne Gewinde,

und schaben riesenhafte Zahnräder aufeinander,

 

auf dir Öl, ein gelbes Rinnsal falschen Lichts,

 

gezogen von leblosen Schrauben,

bettest du dich in scharfkantige Eisenspäne

 

und du lebst.

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Man müsste
das Atmen
nur oft genug falten

damit wir geflügelte
Wesen sind

die ihre pendelnden
Arme durch
Fenster stoßen

die sich gegen
das grüne
Glühen
abzeichnen wie
gotische Schlüssel

und ins Meer
gehen

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Dort, wo ich

in die zarte Haut

deines Rückens

kalte Splitter gepresst habe

sprießen jetzt

weiche Ranken

und verzerren deine Knochen

zu Sandsteinskulpturen

und dort, wo

ich in deine Sehnen

die Wurzeln weben ließ

ziehen die weißen

Finger ihr Wasser

auch aus meinem Blut

während ich an

Tausend Jahre denke

wenn über uns

der Urwald schreitet.

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Ophelia

Ich wandelte im Kabinett

schwarzer Schlingpflanzen

und verkündete,

das Rauschen müsste,

trotz allem,

das Meer sein.

 

Das Licht deiner Augen

warf Falten in der

geglätteten Oberfläche

des mäandernden Verstandes,

trieb mich, regungslos, an deine

lilienbewachsene Güte.

 

Zart treibende Rosen legten sich,

ausgerissene Worte,

auf die graue

Galerie meiner Stirn,

und der Wellenschlag deiner Hand

ließ mich atmen.

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