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Posts Tagged ‘London’

Es ist wieder mal etwa eine Woche um, und hier kommt ein neues Kapitelchen 😀 wenn ihr es noch nicht getan habt, bitte lest euch doch kurz in die Story ein, ja?

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Viel Spaß mit

Warwick Avenue

Mittlerweile waren Krisensitzungen einberufen worden. Der japanische Premiermisister Naoto Kan, der beinahe ein halbes Jahr später zurücktreten würde, sprach mit Menschen, die jede Verantwortung von sich wiesen.

Sebastian hatte bereits eine Tasse auf den Fußboden geschmettert, dort, wo sein Tatverdächtiger hätte sitzen müssen. Die Spitze des Schuhs trat den kreiselnden Henkel in die Ecke des Raums, Fluchen hallte von den Wänden wider.

„Bastard!“

Er biss sich auf die Unterlippe und widerstand dem Drang, auch den schmucklosen Stuhl und Tisch durch das Zimmer zu befördern. Im letzten Jahr hatten sie noch genügend Wände mit Ein-Weg-Spiegeln gehabt, aber ein computergestütztes System mit unsichtbaren Kameras in den Ecken war ebenso effizient, hieß es, und würde die Verdächtigen weniger nervös machen, jeder wüsste, dass man sie durch den Spiegel sehen konnte. Das Fernsehen hatte es oft genug gezeigt.

„Okay, wie zur Hölle hat er das angestellt?“

Aus seiner Tasche kam das Klingeln, dessen geklopftes Äquivalent er bis vor ein paar Augenblicken im Abstand von exakt fünf Minuten beobachtet hatte.

Daa-da-da-dee-da-da-daa da-da-dee-da-da-daa da-da-daaa-deee-daa-da-da.

„Fuck!“

„Ich liebe dich auch, Seb“, antwortete Sergeant Benjamin ihm schnaubend. (mehr …)

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Hallo meine herzen, ich habe den letzten Beitrag überarbeitet und erweitert, sodass er stilistisch zum Prolog von Tigerfüße passt, jetzt mit extra viel homoerotischer Spannung und Homophobie, meiner Meeres-/Piraten-/Meerjungfrauen-Leitmotive und winzigen Anspielungen an meine Sherlockians. Enjoy! ❤

„Scheißvieh, verpiss dich!“

Um 06:18 Uhr morgens, während die erste Flutwelle über japanische Städte schlug, kauerte im Türrahmen zwischen dem Schlafzimmer und dem Flur einer für einer Person zu großen Wohnung im Herzen der Stadt eine rotgetigerte Katze. Ein 33-jähriger Mann lag seitlich auf dem Bett und griff wahllos nach einem geblümten Kissen, dass seine kürzlich erworbene Exfreundin Janine MacKensie ebenso wie das Tier dagelassen hatte. Ein Arm wurde gestreckt, und der Dekoartikel verfehlte die Katze um ein paar Zoll. Es war kein Hass im engeren Sinne, nur ein genereller Groll gegen die Besitzerin, die das Tier in einerseits zurückgelassen, und andererseits Piccadilly getauft hatte – eine Entscheidung, die Sebastian von Anfang an abgestoßen hatte.

Der Mann rollte sich auf den Bauch, wobei eine leere Bierdose zu Boden fiel, und zwischen den Laken wurde nach der Fernbedienung gesucht. Der Flachbildschirm an der gegenüberliegenden Wand, neben einem Kunstdruck von Breakfast At Tiffany’s, setzte sich erst nach mehrmaliger Gewalteinwirkung auf das Batteriefach der Fernbedienung in Gang, und die Kanäle wechselten hektisch. Sebastian brauchte in Stresssituationen Actionfilme oder Pornographie, die ihm allerdings auf allen Sendern verwehrt blieb. Stattdessen Programmunterbrechungen und nervöse Moderatoren in den Nachrichten. Ein wütendes Schnauben, und zwei weitere Kissen schlugen gegen die Wand, mit einem gedämpften Geräusch, dass Sebastians Grundstimmung entgegen stand.

„POFF!“, imitiert er es, mit den Händen die Bewegung einer Explosion formend.

Die Katze hatte weiterhin den Blick auf den Mann gerichtet und zuckte mit dem Schwanz. Sebastian stellte sich Piccadilly als mordlüsternen Doppelagenten seiner Exfreundin vor, und starrte zurück.

„Nicht, wenn ich dir zuvorkomme, du Biest!“

Ein verzerrtes Grinsen auf Sebastian Gesicht, dann zog er sein Handy aus der Hosentasche. Ein paar Fotos wurden zur Seite gewischt und dann der Bildschirm in Richtung der Tür gestreckt.

„Piccadilly! Hey! Miez miez! Das hier – das hier ist der Feind! Erinnerst du dich an die tote Elster, die du ihr geschenkt hast? Sie hat geschrien, sie fand deinen Liebesbeweis eklig! Und sie hat dich kastrieren lassen, weißt du noch? Ich fühle mit dir, mein Bruder, deine edelsten Teile! Du solltest dich von ihr so nicht behandeln lassen! Tu dich mit mir zusammen und ich mache mit dir die ganze verfickte Stadt zu unserer Schlampe! Und dann lasse ich dich umtaufen!“ (mehr …)

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Mein Leben (oder wie ich es sehen möchte) mal in Bildern!

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